Ausgerechnet die Lokalzeitung der Region um die alljährliche deutsche Bischofskonferenz tut sich ganz groß hervor in der Desavourierung des deutschen Papstes Benedikt XVI.
Während die FAZ z.B. gleichen Tags mit den Themen Merkel/Westerwelle, Michael Schumacher usw. aufmachte, präsentiert die Fuldaer Zeitung (FZ) ihren Lesern das Thema “In Ratzingers Bischofszeit: Missbrauch im Bistum” (Artikel mit dem entlarvenden Adressbestandteil “Kirchen-Kriminalitaet zwischenzeitlich entfernt…).
Was sagt uns das? Es sagt uns v.a. etwas über die Geisteshaltung einer Lokalredaktion von Kirchenhassern. Diese Sykophanten wollen nicht informieren, sondern denunzieren. Denen geht es nicht um Mißbrauchsopfer, sondern um tendenziöse Meinungsmache, die wir nicht tolerieren sollten. Wollen die Abonennten der FZ sich wirklich diese widerliche Stimmungsmache weiter bieten lassen? Was die Redaktion der FZ insinuieren will, ist doch: Der heutige Papst hat Mißbrauch gedeckt und muß weg.
Kritischer Journalismus würde Mißbrauch in Schulen, Sportvereinen usw. genauso viel Raum einräumen wie dem Mißbrauch in krichlichen Einrichtungen. Dabei wäre auch der Frage nachzugehen, warum 80% der Mißbrauchsverbrechen von Homosexuellen begangen werden, die offenbar einen “natürlichen” Hang zu pädagogischen Institutionen haben, seien sie kirchlich (hier mag der Sumpf zölibatsbedingt besonders unübersichtlich sein) oder nicht. Der Aufschrei wegen der Vorkommnisse in der Odenwaldschule ist jedenfalls auffallend leiser.
Naja, so ist das. Wer die Macht hat, muss auch zur Rechenschaft gezogen werden. Das ist nun mal so in der heutigen Gesellschaft. Insofern hat die Zeitung recht.
Aber es muss noch viel mehr passieren.